Aufbereitung von Bodenproben

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Um eine genommene Probe später weiter bodenphysikalisch und bodenchemisch untersuchen zu können, ist eine Aufbereitung der Proben notwendig. Hierzu wird die Probe getrocknet, grob zerkleinert und gesiebt. Alle Arbeitsschritte sind mit großer Sorgfalt durchzuführen. Um Verunreinigungen der Probe zu verhindern, sind alle Geräte stets sauber zu halten. 

 Die gesamte Probe wird im Trockenschrank mit Zwangsbelüftung (zur Entfernung der Luftfeuchtigkeit) bei höchstens 40°C etwa 4 Tage getrocknet. Es ist jedoch auch möglich die Probe an der Luft, oder im Gefriertrockner trocknen zu lassen. 

Die getrocknete Bodenprobe wird, wenn nötig, in eine Kunststofftüte gefüllt und mittels eines Hammers vorzerkleinert. Der getrocknete Boden ist nun manuell über ein 2 mm Rundlochsieb, oder unter Verwendung eines mechanischen Siebrüttlers abzusieben. Größere Bodenklumpen werden im Mörser zerkleinert und der Probe zum Sieben wieder zugeführt. Die nach den Sieben auf dem Sieb zurückbleibenden Materialfraktionen (z.B. Steine, Pflanzenteile) bezeichnet man als Bodenskelett. Es wird für spätere Untersuchungen separat vom gesiebten Boden aufbewahrt.

·         Teilprobennahme

Die Gewinnung von Teilproben ist erforderlich, wenn die Probe wegen ihrer Größe nicht aufbewahrt werden kann (Laboratoriumsprobe und Rückstellprobe) oder vollständig für Untersuchungen verbraucht wird (Untersuchungsprobe). Zur Vorbereitung einer Laboratoriumsprobe wir die getrocknete, zerkleinerte und gesiebte Probe in repräsentative Teilproben von 200g bis 300g geteilt. Zur Vorbereitung einer Untersuchungsprobe wir die Laboratoriumsprobe solange in repräsentative Teilproben zerlegt, bis die gewünschte Probengröße erreicht ist. Das Freisetzen von Staub ist so weit wie möglich zu vermeiden. Es gibt drei Verfahren der Probenteilung, die mechanische Teilprobennahme, die manuelle Teilprobennahme (Vierteilung der Probe) und der Einsatz von Probenteilern, der so auch während des Praktikums erfolgte.

·         Mahlen der Probe

Die gewonnene Teilprobe wird in einer speziellen Mühle (z.B. Achatmühle) gemahlen. Dazu wird sie auf die achatenen Mahlgefäße der Mühle aufgeteilt, jeweils 15 Achatkugeln zugefügt und mit einem Achatdeckel verschlossen. Die Gefäße werden in die Mühle gesetzt und fest verschraubt. Der anschließende Mahlvorgang dauert etwa 45 Minuten. Die Probe wird so lange gemahlen, bis sie ein Sieb mit der Nennweite 250μm oder eine andere im Prüfverfahren vorgeschriebene Siebgröße(63µm) passieren kann (zweite Siebung).

·         Zweite Siebung

Nachdem die Probe gemahlen wurde wird sie auf einen Siebturm gebracht und so lange gesiebt, bis sie auch das kleinstmögliche Sieb (z.B. 63µm) passiert hat. Ist die Probe eher sandig, kann die Siebung auf einer Siebmaschine durchgeführt werden. Ist sie jedoch eher tonig, wird sie mittels eines Pinsels durch das Sieb gebracht.

Die Teilprobe mit der Korngröße 63μm wird nun zum letzten mal in zwei Teile zu einmal 70g und einmal 30g geteilt und in zwei Beutel mit den Aufschriften T2 und T3 abgefüllt.

Die so aufbereiteten Bodenproben können nun an ihren Bestimmungsort (z.B. Labor) zu weiteren Untersuchungen ausgeliefert werden.

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